Weiterer Protestbrief nach Schwerin (28.10.2010)
Die Stralsunder Bürgerschaft hat sich am 15. Oktober mit einem Protestbrief an den Verkehrsminister von Mecklenburg-Vorpommern gewandt, um ihren Unmut gegen die geplanten IC-Kürzungen kundzutun. Bis heute hat sie keine Antwort auf dieses Schreiben erhalten.
Dabei bleiben vor allem die in der Verantwortung des Ministeriums liegenden Fragen offen, ob Verhandlungen mit der DB stattfinden mit dem Ziel einer Öffnung der IC für Fahrkarten des Nahverkehrs, wie es das Land Brandenburg zwischen Berlin und Prenzlau erreicht hat oder ob bereits Verhandlungen mit dem Land Brandenburg über die Bestellung von gemeinsamen Ersatz-RE-Zügen zwischen Berlin und Stralsund im Gange sind oder ob die 3 IC-Züge ersatzlos gestrichen werden mit dem unverantwortlichen Ergebnis von beträchtlichen Fahrplanlücken auf dieser Hauptstrecke.
„Noch gab es keine Reaktion“, erklärt die Fraktionsgeschäftsführerin vom Forum Kommunalpolitik, Beatrix Nehmzow. „Wir haben Herrn Schlotmann dringend gebeten, sich für den Erhalt der Linien einzusetzen, denn Stralsund darf kein wichtiges Element der Infrastruktur verlieren.“
Es gibt in unserer Region durchaus Anstrengungen, den öffentlichen Verkehr und damit die Nutzung der Bahn auch für den Tourismus zu fördern: über die Tourismuszentralen, die Beherbergungsbetriebe, die Medien und die Nahverkehrsunternehmen. Das sieht auch der „Arbeitskreis Öffentlicher Personenverkehr“ in Stralsund so: „Mit der Streichung von 3 IC-Zügen machen wir einen traurigen Rückschritt bei allen umweltfreundlichen Bemühungen“, meint dazu der Initiator des Arbeitskreises, Anton Werner. (28.10.2010)
