Ein attraktives Stralsund für jung und alt
Wie viele Kommunen in Ostdeutschland verliert Stralsund Jahr für Jahr Einwohner. Vor allem junge qualifizierte Menschen wandern ab. Es bedarf kreativer Ansätze und Projekte, um diesem Trend entgegenzuwirken.
Negative Wanderungssalden haben bereits weitreichende Folgen, etwa für die Leerstände von Wohnungen oder die Nachfrage nach medizinischer und pflegerischer Betreuung. Die Hansestadt Stralsund muss sich stärker als bisher den Herausforderungen stellen, die mit dem demographischen Wandel verbunden sind. Dabei gilt es Strategien zu entwickeln, die den derzeitigen Trends entgegen wirken oder sie zumindest abmildern können. Und es geht darum, die Auswirkungen frühzeitig zu erfassen und über entsprechende Maßnahmen zu entscheiden.
FORUM visionär
Alt werden am Strelasund
Die Beispiele Görlitz und Weimar zeigen: Mit dem Zuzug älterer Menschen entstehen Arbeits-plätze. Über die offensive Vermarktung des Alleinstellungsmerkmals Kultur ("Alt werden bei Goethe") hat Weimar Zuzüge vor allem Älterer zu verzeichnen. Görlitz fasziniert ältere Men-schen ob seines denkmalgeschützten Gebäudebestands und vermarktet sich hervorragend ausgerichtet auf die Zielgruppe älterer, finanziell besser gestellter Menschen aus ganz Deutschland.
Warum nicht auch bei uns!? „Alt werden am Strelasund“, dahinter verbirgt sich ein Konzept mit einem attraktiven Angebot für ältere Menschen, die ihren Lebensabend in Stralsund ver-bringen könnten. Als Stadt am Meer mit einem guten Kultur- und Freizeitangebot, sauberer Luft und einer weitgehend intakten Natur sind wir schon heute überaus attraktiv für diese Zielgruppe.
Dies wiederum führt in der Konsequenz zu einer steigenden Nachfrage etwa im Gesundheitsvorsorge- oder im Freizeitbereich mit entsprechender Entwicklung von Arbeitsplätzen und Zuzugseffekten bei jüngeren qualifizierten Menschen.
FORUM konkret
Das Stralsunder Kinder und Jugendparlament
Der Antrag der Forumsfraktion auf Einrichtung eines Kinder- und Jugendparlaments in der letzten Bürgerschaftssitzung scheiterte an der Mehrheit der anderen Fraktion und der freien Träger im Jugendhilfeausschuss. Damit wurde eine, in vielen anderen Städten mit Erfolg praktizierte Beteiligungsmöglichkeit für junge Menschen aus für uns unverständlichen Gründen verhindert.
Doch wir werden nicht aufgeben. Ein neuer Anlauf für ein Kinder- und Jugendparlament in Stralsund wird zu den ersten Initiativen gehören, die von unserer neuen Bürgerschaftsfraktion unternommen wird.
Bestimmte Eckpunkte sind uns dabei wichtig, um zu einem erfolgreich arbeitenden Kinder- und Jugendparlament zu kommen. Das Delegiertenprinzip über die weiterführenden Schulen verhindert, dass sich rechtsextreme Jugendliche das Parlament zu Eigen machen. Rede- und Anhörungsrecht im Jugendhilfeausschuss muss unbedingt eingeräumt werden. Und nicht zuletzt: Das Kinder- und Jugendparlament soll mit einem eigenen kleinen Etat etwa für Kinder- und Jugendprojekte ausgestattet werden. Denn nur, wenn Verantwortung übertragen wird, wird sie auch wahrgenommen.
FORUM konkret
Rechte des Seniorenbeirats stärken
Der Seniorenbeirat der Hansestadt Stralsund vertritt die Interessen und Belange der älteren Generation, und damit die Menschen, die in den nächsten Jahren einen ständig wachsenden Anteil der Stralsunder Bevölkerung stellen werden. Als Forum der Meinungs- und Willensbildung sowie des generationenübergreifenden Erfahrungsaustausches auf sozialem, politischem, wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet nimmt er eine überaus wichtige Funktion ein.
Das FORUM Kommunalpolitik wird nach der Kommunalwahl erneut versuchen eine Änderung der Hauptsatzung durchzusetzen, mit der der Seniorenbeirat in allen Ausschüssen der Bürgerschaft ein Beratungs- und Rederecht eingeräumt bekommt. Denn die Belange älterer Bürgerinnen und Bürger insbesondere auch die Vorhaben der Seniorenpolitik und -arbeit sind Querschnittsaufgabe.
Grundsätzliche Ziele prägen dabei die kommunalpolitische Ausrichtung des FORUMs: Menschen muss ein selbstbestimmtes Leben im Alter möglich sein und ältere Menschen müssen sich weiterhin aktiv am gesellschaftlichen Leben beteiligen können.
