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Stadtteile entwickeln, Altstadt stärken

Die Stralsunder Stadtteile scheinen oft ein Eigenleben zu führen. Ihre Entwicklung ist unzureichend miteinander vernetzt. Öffentliche Angebote etwa im Jugend- und Kulturbereich stellen sich im Vergleich sehr unterschiedlich da. Es gilt die Stadtteilidentitäten zu stärken, gleichzeitig eine Vernetzung zu fördern und die stadtteilbezogenen Maßnahmen wie etwa die Stadtteilkoordination Grünhufe und Franken nachhaltig zu unterstützen.

Wichtig ist dabei das öffentliche Angebot vor Ort zu erhalten und Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Bewohner der Stadtteile sich mit ihren Bedürfnissen akzeptiert und angenommen fühlen. Es war und ist daher richtig, trotz knapper Kassen die Stadtteil-bibliothek in Knieper West zu erhalten. Und die Sanierung der Grundschule Knieper West muss oberste Priorität haben. Auf eine sozialverträgliche Gestaltung der Rückbaumaßnahmen im Wohnungsbestand legen wir besonderen Wert.

Bezogen auf den Wettbewerb im Einzelhandel steht vor allem die Stralsunder Altstadt unter besonders großem Druck. Deshalb ist es wichtig, den Rathausplatz zu bebauen, um die Alt-stadt attraktiver zu machen und im Wettbewerb mit den Einkaufszentren "auf der Grünen Wiese" zu stärken. Es ist richtig, die rechtlichen Möglichkeiten der Hansestadt zu nutzen um eine Ausweitung des Einzelhandelsangebotes am Rande der Stadt einzugrenzen. Und es ist wichtig, die Altstadt noch attraktiver zu machen. Die Gestaltung des Alten Marktes und des Platzes vor St. Jacobi sind dabei wichtige Projekte, die kurzfristig realisiert werden sollten.

FORUM visionär

Kultur-, Spiel- und Naturpark St. Jacobi

Nach unseren Vorstellungen soll die Freifläche vor der Kulturkirche St. Jacobi (Quartier 33), die derzeit vor allem als Parkplatz genutzt wird und einst für eine dichte Bebauung vorgesehen war, zu einem Kultur- und Naturpark mit hohem Aufenthaltswert umgestaltet werden. Nach Wegfall des Rathausplatzes braucht die Altstadt einen Platz, an dem sich Kinder, Jugendliche und Senioren gerne aufhalten. Ein Platz an dem ebenso in Ruhe verweilt wie auch an anderer Stelle gespielt werden kann. Ausgestaltet werden soll der Platz mit Kunstwerken einheimischer Künstler. Eine kleine Brunnenanlage ist denkbar. Die schon vorhandene Aussengastronomie der Kulturkirche komplettiert die Nutzungsmöglichkeiten des Platzes in idealer Weise.

FORUM konkret

Für eine umweltgerechte Verkehrspolitik

Die verkehrspolitischen Vorstellungen des FORUM Kommunalpolitik orientieren sich an den Bedürfnissen aller. Unser Schutz gilt besonders Kindern, älteren und behinderten Menschen. Unseren Schwerpunkt legen wir deshalb auf eine Altstadt, und umgebende Stadtteile in der Autoverkehr weitgehend vermieden wird. Weiterhin soll eine Ausweitung der 30-Km-Zonen im Frankendamm und im Frankenwall erfolgen.

Der öffentliche Personennahverkehr muss ausgebaut werden, wir fordern intensivere Kooperationen mit dem Landkreis Rügen, dem Landkreis Nordvorpommern und den Umlandgemeinden. Auch die Deutsche Bahn muss mit dem öffentlichen Nahverkehr in der Hansestadt Stralsund deutlich besser vernetzt werden, als dies bisher geschieht. Der Ausbau des teilweise desolaten Radwegenetzes muss forciert und in der Investitionsplanung nach vorn geschoben werden.

Inzwischen hat sich erwiesen, dass der Bau des Parkhauses am Fährwall möglicherweise entbehrlich ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn das inzwischen funktionierende park & ride Angebot für die Touristen noch attraktiver gestaltet werden kann. Die für das Parkhaus vorgesehen Mittel aus der Städtebauförderung wollen wir anders verwenden, etwa für die frühzeitige Sanierung des alten Marktes und die dringend erforderliche Sanierung denkmalgeschützter Altstadthäuser.

FORUM konkret

Masterplan Radwegenetz

Wir wollen in der neuen Bürgerschaft einen Masterplan Radwegenetz durchsetzen. Mit einem Masterplan wollen wir unter anderem erreichen, dass der Anteil des Radverkehrs deutlich erhöht wird. Bündige Anschlüsse, auch aus Nebenstraßen an Hauptstraßen und eine klare übersichtliche Verkehrsbeschilderung gehören zu einem sicheren Radverkehr.

Wir wollen mehr und bessere Abstellanlagen an allen öffentlichen Gebäuden, vor Arztpraxen, Gaststätten und Geschäften und an Haltestellen. Wir wollen die Verkehrssicherheit für Kinder und Schüler verbessern. All dies und vieles mehr soll in einem Masterplan Fahrrad gefasst und Schritt für Schritt umgesetzt werden.

FORUM visionär

Ein gemeinsamer Verkehrsverbund für ganz Mecklenburg-Vorpommern

Berlin-Brandenburg hat ihn schon, Nordrhein-Westfalen ebenfalls: einen gemeinsamen Verkehrsverbund für das ganze Land. Von Bahn auf Bus mit einem Ticket umsteigen, das ist in Mecklenburg-Vorpommern noch eine Vision. Wir wollen in der Hansestadt Stralsund eine Initiative für einen gemeinsamen Verkehrsverbund in Mecklenburg-Vorpommern starten und wir hoffen und sind guter Dinge, dass wir Rügen, wie auch Nordvorpommern und Greifswald für eine gemeinsame Initiative gewinnen können.


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